Wie machen die das eigentlich in Asien?

Freitag, 09.02.2007, 14:40

Zuerst erschienen auf mywoman.at: Wie machen die das eigentlich in Asien?

Als braver Ehemann und leidenschaftlicher Koch (natürlich auch leidenschaftlicher Ehemann und braver Koch – aber das steht dann in einem anderen Forum 😉 ) versorge ich meine Frau nahezu täglich mit frischem Essen. Möglichst variantenreich, viel Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch und vor allem viel Abwechslung. Das hat jetzt gar nichts mit der Schwangerschaft zu tun, das war schon immer so. Ich koch halt gern.

Mit dem Beginn der Schwangerschaft hab ich natürlich auch ein bisschen nachgelesen, welche Richtlinien denn so für die Ernährung schwangerer Frauen gelten. Und davon gibt’s ja etliche, saugt das Kind im Bauch doch etliches an Mineralien aus dem Leib der Mutter, an Folsäure, Eisen, Zink und Eiweiß herrscht besonders hoher Bedarf.

Für das Abdecken des Folsäurebedarfs greife ich zu Linsen, Reis, Bohnen, Gerste, Tofu, natürlich gibt’s regelmäßig Brokkoli, Blattspinat, Mangold und rote Rüben, wegen des Eisengehalts warads, sicherheitshalber kriegt mein Weibi aber trotzdem auch noch Nahrungsergänzungsmittel, man weiß ja nie.

Was mich dann aber doch ein bisserl nervt, sind die ständigen Hinweise, was man angeblich alles nicht essen darf. Fleisch sollte durch sein, Meeresfrüchte sind sowieso verpönt, und über Fisch sagt jeder etwas anderes. Und dann geh ich wieder über den Markt und denke mir: „Wie machen das die Japaner?“ Dort werden so viel Fisch und Meeresfrüchte verzehrt wie nirgendwo sonst auf der Welt. Stellen die japanischen Frauen auch ihre Ernährung komplett um, sobald sie schwanger sind?

Ich denke mir, gerade in der Schwangerschaft möchte ich für meine Frau besonders abwechslungsreiche und ausgewogene Kost zubereiten. Aber gerade in dieser Zeit unterliegt der Menüplan besonders vielen Einschränkungen, und meine Frau soll auf einige ihrer Lieblingsspeisen verzichten. Und so sind wir da keineswegs konsequent, und das halte ich auch für richtig. Hin und wieder ein saftiges Steak, halt medium statt bleu, wie wir es sonst genießen, kann gar nicht so sehr schaden, dass die Glückshormone über den Biss ins leckere Fleisch nicht überwiegen würden. Man muss es ja nicht übertreiben.

Wer ständig in Angst um sein ungeborenes Kind lebt, und daher ohne Unterlass nach Einschränkungen regelrecht sucht, wird dieses auch nicht leichter zur Welt bringen. So, und jetzt fahr ich ein paar Garnelen kaufen.


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