Luxus

Warum Luxus? Wie kommt der Chef da drauf? Und kennen wir ihn nicht unter seinem langjährigen Nick TomCool? Das war so: Einstens, als auf Facebook noch vieles lustiger war, konnte man seinen Namen häufig ändern, ohne gleich gesperrt zu werden. Damals verwendete ich den Mittelnamen immer wieder, um die Stimmung des Tages mitzuteilen oder ein aktuelles Geschehen mit einem Wort zu kommentieren.

Eines Tages stand ich nach einer durchgearbeiteten Nacht vor dem Spiegel und sah dem Zerfall meiner Jugend ins Auge. Ich wusch mir das Gesicht, schaute genau hin und dachte: „Schöner als a Auf geht sich grad noch aus.“ Und das, wissen wir ja seit Friedrich Torbergs Tante Jolesch, ist ein Luxus.  Ich also ran an die Tasten und poste auf Facebook:

„Schöner als a Aff geht sich grad noch aus.“

Und änderte meinen Namen auf Thomas Luxus Strini.

Minuten später kam ein Mail von Facebook, ich hätte meinen Namen bereits zu oft geändert, ab sofort dürfte ich das nicht mehr tun. Und da stand er nun, mein neuer Name – Thomas Luxus Strini – und Gin nicht mehr weg. Und so wie sich das virtuelle Leben aus den vielen Foren zu Facebook verlagert hat, genauso gewann Luxus an Relevanz und meine Freunde verwendeten den Namen immer öfter als meinen Spitznamen. Ein paar Jahre später hat Facebook wieder einmal alles umgehaut und nach einem Ausweis gefragt, in dem Luxus steht, damit ich meinen Klarnamen verifizieren könne. Kurz überlegte ich schon eine Namensänderung, aber das war dann doch zu mühsam. 😉 Und so verschwand er wieder, der Luxus, aus meinem Namen, aus dem echten Leben nicht mehr.

Als ich nun meiner neuen Seite auf Facebook einen Namen geben musste, erwachte der Luxus zu aktivem Leben. Chef Luxus war geboren und bleibt hoffentlich noch lang. Und passt ja irgendwie auch gut. Weil …

… schöner als a Aff ist immer noch a Luxus.